50 Jahre Regens-Wagner-Schule Dillingen

50 Jahre Regens-Wagner-Schule Dillingen

Im Bild alle Schulleiter/innen seit Bestehen der Regens-Wagner-Schule, von links: Sr. Michaela Speckner (1969 - 1989), Sr. Maria Grosman (1989 - 1994), Gerhard Schweiger (1994 - 2017), Ulrich Seybold (seit 2017)

Unsere Regens-Wagner-Schule feierte ihr 50-jähriges Jubiläum und die Segnung der neu sanierten Schulgebäude.

Alle feierten: Schüler, Lehrer, Ingenieure, Architekten, Herr Gremm Ministerialdirigent vom Kultusministerium, Schwestern, Bereichsleitungen, Dillingens Pfarrer Schneck und Pfarrer Kleiner, Vertreter der Stadt mit Oberbürgermeister Frank Kunz mit Stadträten, Kollegen der Bauabteilung der Direktion, Direktoren von weiteren Dillinger Schulen und noch viele andere.

Und Grund genug zum Feiern gab es reichlich:

1969 startete die Regens-Wagner-Schule Dillingen in einem kleinen Häuschen mit 23 Kindern auf dem Einrichtungsgelände. Das war in einer Zeit, in der es keine Schulpflicht für alle gab, in der Kinder mit einer geistigen Einschränkung keine Sicherheit hatten in eine Schule gehen zu können. Sr. Michaela Speckner, die die ersten 20 Jahre Schulleiterin war, hatte alle Fäden, die zu einer solchen Schulgründung gehören in der Hand. Eine/r muss immer die Initiative ergreifen und die anfänglichen Hindernisse meistern, damit etwas Neues entstehen kann.

10 Jahre nach der Schulgründung, also vor rund 40 Jahren konnten dann Schüler und Lehrer in den Neubau umziehen. Das war aufgrund der großen Raumnot auch dringend nötig. Immerhin ist die Schülerzahl bereits auf 70 Schüler angewachsen.

1989 wurde Sr. Michaela Speckner nach 20 Jahren Aufbau der Schule mit Wohnheim , Tagesstätte und Frühförderung verabschiedet. Nachfolgerin wurde Sr. Maria Grosman. Sie leitete die Schule bis 1994. Dann übernahm Gerhard Schweiger die Schulleitung für die weiteren 23 Jahre. Seit 2017 ist Ulrich Seybold Schulleiter.

Gerhard Schweiger setzte auch den Startschuss zur Generalsanierung. Erst hat alles mit den zu schwachen Lichtverhältnissen begonnen, die für Kinder mit eingeschränkter Sehfähigkeit zu gering waren. Wenn die Lichter und die Elektronik gewechselt werden mussten, wurde auch eine neue Belüftungsanlage und neue Fenster ins Auge gefasst. Und dann war klar: eine Generalsanierung des gesamten Schulgebäudes war nötig.

Eine Baustelle während des laufenden Schulbetriebes aufrecht zu erhalten, ist eine Herausforderung. Die Schüler dürfen nicht gefährdet werden, es stehen weniger Räume zur Verfügung: die Schulleitung mit Verwaltung wurde 2 Jahre während der gesamten Umbauphase im Container unter gebracht und im zweiten Jahr der Baumaßnahmen sind zwei Klassen in das benachbarte Johann-Michael-Sailer Gymnasium gezogen. Und wie bei allen Umbauarbeiten kann der Baulärm natürlich auch nicht komplett vermieden werden.

Aber letztlich ist es geschafft: Nach 2 Jahren Bauarbeiten erstrahlt die Regens-Wagner-Schule in neuem Glanz: alle Klassenzimmer sind komplett neu eingerichtet worden. Flexible Pinwände, die beidseitig nutzbar sind gibt es in jedem Klassenzimmer. Ebenso sieht man in der Mittelstufe im Klassenzimmer ein Pflegebett und auf den Tischen Laptops. Hier ist es selbstverständlich, dass Schüler unterschiedlicher Leistungsstufen miteinander unterrichtet werden. Auch die Fenster sind neu. Früher war der Straßenlärm auch trotz geschlossener Fenster zu hören. An den Decken sind Schallschutzplatten angebracht. Die Ausstattung für Schulküche, Werkräume, Rhythmikraum und Schülerbücherei sind neu. Das gesamte Gebäude macht einen hellen, ruhigen und sehr freundlichen Eindruck.

Zum goldenen Jubiläum (50 Jahre) der Schule gratulierte Dillingens Oberbürgermeister Frank Kunz. Er betonte, dass unsere Einrichtung auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist für gelebte Nächstenliebe, Engagement für Menschen, die Unterstützung brauchen und umgesetzte Mitmenschlichkeit.

Herr Gremm vom Kultusministerium lobte vor allem die Innensanierung. Hier zeigt sich die Wertschätzung, die den Schülern und allen Mitarbeitern der Schule entgegen gebracht wird. Denn in diesen Räumen verbringen diese Menschen einen nicht unwesentlichen Teil ihres Tages, und das über viele Jahre. So liegt in der Gestaltung der Räume eine besondere Bedeutung – was sich im modernen und hellen Flair der Schule wieder findet.

Unser Direktor, Pfarrer Rainer Remmele stellte die Bedeutung des Ortes der Schule anhand der Bibelgeschichte von Jakob vor: Im Traum ist Gott Jakob erschienen und hat zu ihm gesprochen. Am Tag darauf war Jakob so von seinem Traum ergriffen, dass er die Stelle auf der er geschlafen hatte, die Stelle an dem Gott ihm begegnete, die Stelle, an der sich Himmel und Erde berühren, mit einen Stein, den er mit Öl salbte markierte, um sich immer an diesen heiligen Ort zu erinnern.

Herr Direktor Remmele betonte, dass auch dieser Ort ein ganz besondere Ort ist: Hier finden Kinder einen Ort zum Lernen und wachsen, hier lernen sie alles, was sie für ihr Leben brauchen. Aber hier passiert noch viel mehr: Hier Spüren die Schüler „jeder ist wichtig, ich bin einmalig, hier darf ich sein, wie ich bin und meine Talente einbringen, hier zählen meine Stärken, nicht meine Schwächen, hier lerne ich mich selbst besser kennen und mit meinen Gefühlen umzugehen, hier lerne ich, dass wir miteinander stark sind und gemeinsam mehr schaffen“.

Die Segnung der neu sanierten Schule übernahmen Direktor Rainer Remmele zusammen mit den Dillinger Pfarrern Wolfgang Schneck und Manuel Kleiner gemeinsam.

Musikalisch begleitet wurde die Feier von der Tanzgruppe der Schüler „Hot Chilis“ und der Schülerband.

Wir wünschen allen viel Freude in der „neuen“ Regens-Wagner-Schule Dillingen!

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Text und Fotos: Ingrid Weber